Sonntag, 22. Juli 2018

Sommerfest 2018

DHL-Sommerfest am Freitag, 20.07.2018

Das ging aber schnell - kaum wieder nüchtern und sauber geduscht, schon ist der aktuelle  Blog-Post fertig. Wenn es nur immer so schnell gehen würde...

Heuer musste der ursprünglich geplante Termin vom Samstag auf den Freitag vorverlegt werden, ansonsten hätten zu viele Teilnehmer wichtigere Termine vorgezogen (wichtigere Termine als eine DHL-Veranstaltung? versteh ich ned). Das hat sich im Nachhinein dennoch als segensreich erwiesen, hat sich doch der Freitag wettermäßig von seiner schönsten Seite gezeigt, wohingegen sich am Samstag nach vielen Wochen Trockenheit und Hitze plötzlich Regen (kein "Starkregen, einfach Regen) eingestellt hat. A soa Glügg!





Diesmal hatten wir zum wiederholten Mal eine ausführliche Diskussion über die Größe des Fasses. Norbert hat ja eines mit 15 Liter Inhalt, das endlich mal wieder zum Einsatz kommen soll. Allerdings hat uns die Abwesenheit einiger ausgewiesener Biertrinker und die möglicherweise gesundheitliche Unpässlichkeit einiger anderer Biertrinker zweifeln lassen, ob das nicht doch eine zu große Herausforderung darstellen würde. Deshalb also "nur" ein 10 l-Fass. Immerhin: Friedmann! Saugoud! 

Anstechen ist immer etwas Aufregendes, insbesondere für diejenigen, die es tun. Das gilt weniger für den eigentlichen Vorgang, sondern die Frage ist, wie man mit den hilfreichen Kommentaren derjenigen umgehen wird, die faul im Stuhl rumlungern, nix beitragen, aber alles besser wissen.




Es kam dann, wie es kommen musste: ein paar Tropfen gingen daneben, sogleich erhoben sich zahlreiche Stimmen, wie man es richtig gemacht hätte, dass das halbe Fässla weglaufen und deshalb das Bier nicht reichen würde und so.

Respekt: die Fassspezialisten haben diese Bemerkungen souverän überhört (oder war das Hörgerät ausgeschaltet?). Keine Reaktion ist in diesem Fall die beste Reaktion, sonst wäre gleich zu Anfang, also als das Fass noch voll war und nicht die Leute, schlechte Stimmung und unnötige Wortwechsel aufgekommen.

Es waren wirklich nur ein paar Tropfen, und die waren nicht etwa der Unfähigkeit der Anzapfer geschuldet (die haben ihr Werk bravourös verrichtet), sondern der anfangs sehr hohe Druck im Fass hat die Reim a bissl überfordert gehabt. Kein Problem also. 

Wobei: das Fässla hat dann tatsächlich nicht gereicht. Hoffentlich erinnern wir uns beim nächsten Fest noch daran und lassen endlich mal die Vorbehalte weg und das 15er füllen.

Erfreulich viele Leut waren da.




Im Detail (aber wie immer unvollständig):





















Für die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke kann ich nun wirklich nichts. Manche können ihre Zufriedenheit, ihre Freude, ihr Glücklichsein halt nicht immer so zeigen.

Und dann: oschüan. Was der Förderkreis wohl alles im Holzkohlesack vermutet?




Übrigens: hier ist der richtige Ort und der richtige Zeitpunkt zur Danksagung an all die Helfer und Helferinnen, die das Sommerfest vor- und nachbereiten. Da gibt's ja jede Menge Arbeit, Gras mähen, Bäume schneiden, eine Feierschale, äh, Feuerschale installieren, 1000 Sachen einkaufen und mitbringen, Grille aufbauen, Salate aller Art vor- und zubereiten, und was nicht noch alles. Wenn was fehlt, merkt man es gleich (gell, Christa?), wenn alles da ist, ist es selbstverständlich. Ist es aber nicht.

Ich habe deshalb Herrn Gianni Infantino (allen aktuell wohlbekannt als FIFA-Präsident und in dieser Funktion Hauptverantwortlicher für die Fußball-WM) um eine Stellungnahme gebeten. Hier die Zusammenfassung seiner Aussagen: "Seit ein paar Jahren sage ich, dass es das beste Sommerfest wird. Heute kann ich es mit größter Überzeugung sagen. Ich habe es erlebt und Sie haben es auch erlebt: Es ist das beste Sommerfest, das jemals stattgefunden hat. Ein großes Dankeschön an die Gastgeber, die Vorstandschaft, die Präsidentin, allen die in diesem Verein beteiligt waren, um sicherzustellen, dass es das beste Sommerfest war, das jemals stattgefunden hat".

Da freuen wir uns doch, wenn die Anstrengungen auch international anerkannt werden!

Und jetzt kann man auch am Mienenspiel der Teilnehmer ablesen, dass sie zufrieden sind.




Allerdings darf dennoch nicht verschwiegen werden, dass es offenbar auch Vorkommnisse gab, die ein Ein- bzw. Durchgreifen der Verantwortlichen erforderlich gemacht haben. Wie anders sollte es zu erklären sein, dass Fischesser keine Mitesser haben und auf einem Nebenplatz Platz nehmen müssen. Dieser Vorfall bedarf wohl noch einer intensiveren Aufklärung...




Einsame Nebenplätze gab es noch andere - hier die Präsidentin bei der Vorbereitung zahlreicher zukünftiger Frühstücke im eigenen Haushalt. Nicht sozial, aber dennoch lobenswert.





Mittlerweile war die sommerlich warme Nacht hereingebrochen, was uns aber nicht hinderte, ein Feuerla zu schüren.




Spätestens zu diesem Zeitpunkt entfaltete Norbert plötzlich heftige Aktivitäten und durchstreifte Hirnbirn-bewaffnet den gesamten Garten, wobei auch mehrere Geräte zum Einsatz kamen. Die Anwesenden fragten sich verwundert, ob man Gartenarbeiten nicht auch zu einem anderen Zeitpunkt erledigen könnte, anstatt durch unbotmäßige Hektik die wohlige Verdauungsmüdigkeit der Umsitzenden zu stören.

Ja mei. Wir können sehen, dass die landläufige Überzeugung, das zu verschürende Holz habe vorher getrocknet zu werden, grundfalsch ist. Again what learned.














































Aber brenna tuats guat. Der Propagandawart musste dann einspringen und für Ordnung in der Feierschale, äh, Feuerschale sorgen. Eigentlich gibt es für solche Aufgaben andere Ämter im Verein. Und dann noch erschwerte Bedingungen, da laufend neue Ladungen voll im Saft stehender Äste und Zweige angekarrt wurden.




Feinstaub! CO2! CO0! NO2! NO0! Und Grobstaub! Und das Fässla leer!

Das hatte Folgen:

Norbert war von den Gartensäuberungsarbeiten derart erschöpft, dass er sich allen weiteren Diskussionen kurzerhand entzog, um innere Einkehr zu halten.





Um genau zu sein: ganz entzogen hat er sich nicht, immerhin hat seine Hirnbirn (mit Fernlicht!!! mit Rücklicht!!!), dafür gesorgt, dass die später notwendigen Löscharbeiten so abgeschlossen werden konnten, dass auch noch nachfolgende Generationen in den Genuss der Wässerwiesn kommen werden.





A gscheide Ausrüstung brauxd hald!


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