Samstag, 29. August 2020

DHL Ausflug 2020 nach Mödlareuth

Trotz Corona und den damit verbundenen Einschränkungen haben wir es auch dieses Jahr geschafft, einen Tagesausflug (am 11.08.2020) zu organisieren und durchzuführen. Die Präsidentin macht's möglich!


Ein Teil von uns startete den Tag an der Göltzschtalbrücke, alle haben wir uns in Mödlareuth zu einer Führung getroffen, und zum Ausklang ist wiederum ein Teil spontan in der Fattigsmühle eingekehrt.


Die Göltzschtalbrücke im sächsischen Vogtlandkreis ist die größte Ziegelstein-Brücke der Welt.  Die Grundsteinlegung fand am 31. Mai 1846 statt. Das Viadukt mit insgesamt 98 Bögen in teilweise vier Etagen ist 78 m hoch und 574 m lang. Es wurden über 26 Millionen Ziegel verbaut, die von bis zu 20 Ziegeleien entlang der Bahnstrecke gebrannt wurden. Insgesamt waren 1736 Arbeiter mit dem Bau beschäftigt, von denen während des Baus bei Unfällen 31 starben. Nach der Fertigstellung und Einweihung am 15. Juli 1851 war die Göltzschtalbrücke die höchste Eisenbahnbrücke der Welt.





















Direkt an der Brücke liegt Ketzels Mühle. Bereits im Jahre 1464 wird die Getreidemühle urkundlich erwähnt, seit 1842 ist sie im Besitz der Familie Ketzel. Die heutigen Gebäude wurden 1904 erbaut, die alten waren mehrfach abgebrannt; seit 1996 betreibt Familie Ketzel darin ein Museum. Wir haben bei einer individuellen Führung auch viel über "Mehl" erfahren, erstaunlich, was man alles nicht weiß... Und viel über die Brücke wurde uns auch erzählt. War interessant!
















In Mödlareuth gab es Mittagessen im "Grenzgänger" und die glückliche Vereinigung aller teilnehmenden Gruppen.

Mödlareuth ist ein Dorf mit 40 Einwohnern, das (immer noch) zu einem Teil im Freistaat Bayern (Landkreis Hof mit 16 Einwohnern) und zum anderen Teil im Freistaat Thüringen (Saale-Orla-Kreis mit 24 Einwohnern) liegt. 41 Jahre lang verlief die innerdeutsche Grenze mitten durch das Dorf entlang des Tannbachs.

Zwar kann man heute wieder ungehindert von einer Hälfte des Dorfes in die andere gelangen, einige Unterschiede sind allerdings geblieben. So existieren – bedingt durch die Zugehörigkeit des Ortes zu zwei Bundesländern, Landkreisen und Gemeinden – unterschiedliche Ortsschilder, Postleitzahlen und Telefonvorwahlen, die Einwohner wählen getrennt und besuchen unterschiedliche Schulen.

Nach dem Essen trafen wir uns zu einer Führung im deutsch-deutschen Museum.

Zuerst gab's einen Film (unter Corona-Bedingungen).


zuerst Anwesenheitsliste ausfüllen



und dann immer schön Abstand halten














Danach gab es von einer sehr engagierten Führungskraft umfangreiche Informationen, teils aus der früheren, aber auch aus der aktuellen Geschichte, angereichert durch persönliche Erlebnisse.















Von den nachgebauten Grenzanlagen hab ich keine Bilder gemacht.

Aber dann ein paar von der idyllisch gelegenen Fattigsmühle, in der ein Teil der Gruppe den Tag ausklingen ließ. Fattigsmühle ist ein Ortsteil von Töpen, besteht aber hauptsächlich aus Restaurant und Biergarten. Wenn's nicht so weit weg wäre von uns - da müssten wir alle mal hin...


die älteste Jahreszahl, Gründung als Rittersitz




Und eine Mühle war es auch, die ist zwar nicht mehr in Betrieb, aber schön anzuschauen ist sie weiterhin.







A schöna Dooch wor des!